Archiv für den 29 Jul. 2010
Krankenversorgung durch Philippinische Krankenhäuser
von admin am 29 Jul. 2010, unter Allgemein
Immer wenn ich mit Freunden über das Auswandern nach den Philippinen unterhalte kommt als größtes Bedenken die Krankenversorgung durch Ärzte und die Philippinischen Krankenhäuser die international einen gar nicht so schlechten Ruf haben. Aber immer wieder höre ich durch Expats das sie lieber nach Deutschland fliegen würden für wichtige Operationen. Eine Meinung die ich nicht wirklich teilen mag. Wann immer ich in Krankenhäusern war wurde ich meist sogar zuvorkommend behandelt und über die Qualität der Ärzte kann ich bis heute nichts schlechtes schreiben. Natürlich darf man nicht so kleine Regional Krankenhäuser mit den großen der in den Metropolen wie Manila oder Cebu vergleichen.
Trotzdem gibt es einige Punkte die man auf jeden Fall mal erwähnen sollte damit jeder für einen Besuch gewappnet ist.
Medikamente
Oftmals gehört jedem der wichtigen Ärzte eine eigene Apotheke im näheren Umkreis von den Krankenhäusern. Das dies natürlich zu einer vermehrten Arzneimittelverschreibung kommt brauch man zwar nicht erwähnen aber es sollte jedem bewusst sein. Die Dosierungen werden einfach etwas höher angegeben und meist noch ein paar Tabletten die keinen Schaden anrichten. Dazu kommt es wie in fast ganz Asien üblich, das immer auch Antibiotika verschrieben wird. Selbst bei Kratzern werden sofort große Mengen von Antibiotika verordnet schon alleine damit auch die Apotheke genug Profit abwirft. Dies dürfte auch einer der Gründe sein das es in Asien vermehrt zur Resistenz dieser Arznei kommt.
Bezahlung
Ist gibt einige Philippinische Krankenkassen die Krankenhaus Kosten (meist nur bis zu einer Deckungssumme von 1.000.000 Peso) abdecken. Aber jedem sollte bewusst sein das es gerade bei teuren Operationen keine Notversorgung gibt ohne das die Kostenfrage geklärt wurde. Kein Geld keine Operationen. Mir sind sogar Philippinos bekannt von denen ich im Nach hinein gehört habe das sie durch eine Operation hätten gerettet werden können aber die das Geld für eine Operation nicht hatten. In wie fern eine Auslandskrankenversicherung hier hilft kann ich nicht sagen aber mein Tipp heißt hier Bargeld. Im Notfall ev. per Western Union Geld schicken lassen
Untersuchungen
Kleinere Untersuchungen sind gerade auf den kleinen Inseln umsonst oder falls sie etwas kosten maximal im 1 Euro Bereich. Von den großen Krankenhäusern kenne ich aber auch Preise von 500 Peso nur für die Registrierung.
Sauberkeit
Es gibt hier einfach keinen Vergleich zu den sauberen sterilen Krankenhäusern in Deutschland. In Operationsräumen ist schon mal der Boden mit Blut voll getropft oder voll geblutete OP Verbände liegen noch rum. Manchmal befinden sich auch gleich 3-4 Kranke und ihre Begleitpersonen in einem Raum. (neugieriges Zuschauen bei kleineren Eingriffen inbegriffen)
Ich finde es sollte sich niemand vor den hiesigen Krankenhäusern fürchten. Die regionalen Krankenhäuser sind zwar oftmals nicht für schwere Operationen ausgestattet aber das was sie machen machen sie auch gut und mit viel Mitgefühl. Hier hat man halt noch Zeit für jeden Patienten und seine Krankenversorgung





