Leben in den Philippinen
Zukunftssicherung oder wie ich zu meiner Farm kam
von admin am 06 Jul. 2010, unter Allgemein, Leben in den Philippinen, Natur
Als wir vor zwei Jahren unser zweites Baby bekamen wuchs in mir langsam die Idee etwas für meinen Nachwuchs zu bauen, was nachhaltig zur Zukunftssicherung meiner Kinder beitragen kann. ( Ein Thema dem sich meinen Augen viel zu viele die Augen verschließen) Ich entschloss mich eine Farm auf zu bauen und fing erst mal an einige Monate mich zu dem Thema weiter zu bilden. Schließlich hatte ich keine Vorahnung von Landwirtschaft aber wozu gibt es Amazon. Einige Bücher gekauft und angefangen zu lernen was für Tiere leben hier und welchen Ertrag könnte ich in welcher Form erzielen. Welche Pflanzen gibt es und wie müssen sie kultiviert werden. Ein großes Thema aber ich habe mich durchgebuddelt. Ein kleines Stück Land von knapp 10.000 Qm konnte ich dann auch noch für knapp 9000 Euro erstehen.
Am Schluss kam ich zu dem Entschluss die Farm aufzuteilen und nicht nur auf ein Pferd zu setzen.
1000 QM Ananas Pflanzen
1500 Qm Bananen Pflanzen
3000 QM Weide Fläche für 150 Ziegen (150 sind geplant im Augenblick sind es erst 70)
1000 QM Weide Fläche für 20 Schafe
500 Qm Für 10 Schweine (zum selber schlachten für Feste und Wurst)
3000 QM Philippinischen Mischwald ( die schwierigste Aufgabe weil es gar nicht so einfach ist viele verschiede Baumsorten zu bekommen)
Mit der Ananas Plantage fingen wir an weil wir von einem Farmer knappe 2000 Ananas Setzlinge bekamen die dieser nicht mehr brauchte und da ich ein leidenschaftlicher Ananasliebhaber bin konnte ich nicht anders und habe mal gleich knappe 1000 QM für Ananas Pflanzen beansprucht. Geplant sind hier noch 3 Mangobäume die zwischen die Pflanzen gesetzt werden sollen. Ob diese langfristig die Ananas Pflanzen ganz verdrängen muss ich erst noch sehen.
Die Bananen Pflanzen sind eigentlich gar nicht wegen den Bananen gepflanzt worden sondern in erster Linie als Futter für die Ziegen und Schweine. Ich mag hier keine Futter zukaufen also ist der Plan einer Selbstversorgung geplant. In diesem Sinne haben haben wir mehrere schnell wachsende Pflanzen wie Kamungai dazwischen gesetzt die sich auch hervorragend als Futter eignen. Ich erwarte hier langfristig einen Ertrag von 400-500 Bananenblättern je Tag und weitere 10 KG Kamungai sowie einiges anderes an Grünfutterzusatz zum Gras.
Die Ziegenweide wird gerade mit Gras ausgestattet so das permanent frisches Gras als primäres Futter zur Verfügung steht. Die Ziegen sind als reine Zuchtziegen gedacht wobei grundsätzlich alle Babyziegen nach 3 Monaten wieder verkauft werden sollen. Geplant sind für die 3000 Qm bis zu 150 Ziegen wobei es maximal 6 Böcke geben wird die die weiblichen Ziegen alle besteigen dürfen. Sollte die Planung von 2,5 Babys je Ziegenmutter aufgehen erwarte ich ca. 220 Jungziegen die zu einem Stückpreis von 500 Peso verkauft werden können. Hierbei bin ich von einer Ausfallquote von knapp 50% durch Krankheiten und ähnliches ausgegangen.
Bei den Schafen bin ich mir bis Heute nicht Sicher ob ich sie wirklich behalten soll aber ich habe eine kleine Wiese wo sie sich wirklich wohl fühlen und wer weiss was mir da noch zu einfällt. Sollen sie sich erst mal vermehren und wohl fühlen. Lammrippchen sind schließlich eine echte Delikatesse und das wursten wollte ich eh mal irgendwann probieren.
Wer einmal Philippinische Schweine hat leben gesehen weis welches die Ärmste Kreatur in den Philippinen ist. Das die Familie meiner Frau gerne mal ein Schwein zu besonderen Anlässen schlachtet und ich auch gerne mal ein stück Schweinefleisch esse bin ich auch hier dazu über gegangen eigene Schweine zu halten und ihnen nur vegetarisches Fressen zu kommen zu lassen. Das Fleisch hat einen besseren Geschmack und ich bin sicher das keine “Vitamine” gespritzt wurden.
Tja der Wald ist dann auch eher ein Prestigeobjekt von dem ich nicht lassen will. Ich habe Kinder und sehe mich auch in der Verantwortung hier etwas an die Zukunft derer zu denken. Ich finde es schlimm genug das die Halbe Menschheit überall die Wälder abholzt ohne sich um die zukünftigen Generationen zu kümmern. Ich möchte mit diesem noch kleinen Wald mein eigenes Zeichen setzen und durch die Verwendung von geschützter Holzarten auch gleich um deren Erhaltung kämpfen. Gleichzeitig ist dies natürlich auch mein kleiner Beitrag zur Erhaltung der Erde und deren Zukunft. Mein Hauptproblem ist hier junge seltene Baumpflanzen als Setzlinge zu bekommen und diese nach Bantayan Island zu verschiffen. Wer hier eine Forest Nursery (Baumschule) in Cebu Island oder Negros kennt bitte eine kurze Nachricht ich freue mich über alle Informationen und werde es auf jeden Fall mal probieren dort noch einige seltene Baumsetzlinge zu bekommen.
Balikbayan Boxen
von admin am 20 Jun. 2010, unter Allgemein, Leben in den Philippinen
Balikbayan Boxen sind die günstigste Variante sich etwas nach den Philippinen schicken zu lassen. Dabei steht Balikbayan normalerweise für im Ausland lebende Philippinos die dort arbeiten und leben oder ehemalige Philippinos die nun eine andere Staatsbürgerschaft haben und im Ausland leben. Damit diese ihren Angehörigen Güter zukommen lassen können gibt es die Balikbayan Boxen die man bei diversen Anbietern in ganz Europa bestellen kann. Einzige Bedingung an diese Versendungsart ist das der Empfänger ein Philippinischer Staatsbürger ist. Das Versenden an z.B. Deutsche mit einer permanenten Aufenthaltserlaubnis ist NICHT möglich.
Die Masse einer Balikbayan Box sind meist 70 x 42 x 54 Cm und umfassen ca. 158 Liter Volumen die ohne Gewichtsbeschränkungen befüllt werden können. Bitte bedenkt aber das die Kisten auch mal verladen werden und ich kenne Philippinos wenn sie Kisten von einem LKW entladen also verpackt die Kisten sicher und falls es wirklich mal Richtung 100 Kg geht nehmt die verstärkten Kisten das ist sicherer für eure Fracht. Die leeren Boxen können meist bei den Balikbayan Versendern für Preise von 5 bis 8 Euro erstanden werden. Bei allen Anbietern von Balikbayan Boxen gab es bisher eine Versicherung automatisch dazu die den Inhalt bis maximal 500 Euro versichert. (ich denke das hier eine Nachweis Pflicht besteht also behaltet eure Quittungen bis die Balikbayan Box und ihr Inhalt heil angekommen ist) Weiter ist beim Versenden auf folgendes zu achten.
Balikbayan ZOLL Vorgaben
Diese Vorgaben hier stammen von den Philippinischen Zoll Behörden. sollten strengstens beachtet werden da sonst der total Verlust drohen kann.
–> Pornografisches Material ( auch keine Playboys oder ähnliche Magazine)
–> jegliche Art von Münzen, Geldscheinen oder Wertpapieren (diese dürfen auch nicht ausgeführt werden)
–> keine Chemikalien und keine Brennbaren sowie ätzenden Säuren (Lacke, Batterien, Benzin und ähnliches )
–> Waffen und deren Munition (jegliche Einfuhr von Waffen ist Meldepflichtig)
–> Medikamente (hier nur Medikamente die in den Philippinen verboten sind z.B. Abtreibungsmittel)
–> Tiere und Pflanzen (Ob hier Saatgut dazu zählt weiss ich nicht)
Die Zollvorgaben sollten strengstens beachtet werden da sonst der total Verlust drohen kann. Wie man bei allen Anbietern auch immer brav mit unterschreibt im Balikbayan Vertrag. Des weiteren ist darauf zu achten das kein Artikel über 12 mal in einer Kiste versand wird da es sonst als gewerblicher Handel ausgelegt wird der schnell mal mit Steuern belegt wird. Hier werden die Balikbayan Boxen meist als Pfand genommen und könnten sogar ganz verschwinden.
Preise für Balikbayan Boxen
Der Preis zum versenden einer Balikbayan Box schwankt je nach Region und Ziel Insel. So gibt es schon Balikbayan Box Anbieter die Manila schon für 55 Euro beliefern wo hingegen Mindanao meist am teuersten ist. Bei Mindanao gibt es Preise bis zu 150 Euro je Kiste. Besonders günstig wird es wenn man 4 Balikbayan Kisten oder mehr auf einmal verschickt. Einige Anbieter gewähren hier besondere Rabatte so das z. B. eine Kiste in die Visayas normal 130 Euro Kostet beim Versand von 5 Boixen auf einmal nur noch 91 Euro kostet. Manchmal lohnt es sich hier sogar etwas mehr zu schicken oder mit Bekannten eine Sammellieferung zu machen.
Wohnen und leben auf den Philippinen
von admin am 20 Apr. 2010, unter Leben in den Philippinen
Immer wieder wurde ich gefragt wie man auf den Philippinen leben kann und was es so kostet. Was man so als Startkapital braucht und wie hoch die monatlichen Kosten so sind. Auf Visa Fragen werde ich später mal eingehen das gehört nicht zu den allgemeinen
Lebenshaltungs- Kosten.
Ich differenziere hier erst mal von Wohnen in der Stadt und leben in der Abgeschiedenheit einer kleinen Insel. Die Kosten bei der Hausauswahl sind natürlich auch abhängig von der Stadtwahl und dem ganz
persönlichen Luxusdenken. Häuser zur Miete gibt es ab ca. 6000 Peso wobei meiner Meinung nach kaum etwas
vernünftiges findet unter 10000 Peso was grob 140 Euro entspricht. Dafür bekommt man dann oftmals Häuser mit einem Schönen Garten und ca 80-130 Qm Wohnfläche. Pools die man erwartet findet man selten weil sie einem Luxus entsprechen der von einem armen Volk wie dem der Philippinen ganz selten gebaut wird. An die Häuser selbst sollte man aber keine zu großen Anforderungen stellen. Sie sind meist einfach gebaut und entbehren meist jeglichem Luxus. Es gibt natürlich auch große Villen aber die stehen meist nur zum Verkauf und kaufen darf man als Ausländer nicht. Es werden einem zwar immer wieder seltsame Konstrukte erzählt wie man mit Tricks auch als Ausländer Eigentum erwarben kann aber vertraut mir jedes dieser Konstrukte hat meist einen Schönheitsfehler der euch immer um euer Geld bringen kann. Und leichtfertig Vertrauen zu einem Landsmann zu haben würde ich erst recht nicht. Ich kenne mindestens 4 Deutsche die nur davon leben Deutsche aus zu nehmen. Wobei meist ganz seltsame Sicherheiten geboten werden. Hier kann ich jedem nur Warnen bei Geschäften auf Anwalts Verträge zu bestehen und gleichzeitig sich die Eigentumsverhältnisse des Partners genau an zu schauen. Aber das nur nebenbei.
Die Kosten für Essen schätze ich wenn man sich selbst versorgt auf ca. 250 – 350 Peso pro Person am Tag.
Dabei lege ich die folgenden Marktpreise die bei uns auf der Insel üblich sind zu Grunde. Dabei gebe ich immer einen Kilo Preis an.
Rindfleisch 150 Peso
Schweinefleisch 130 Peso
Fisch 80 – 130 Peso je nach Wetterlage und Angebot
Reis 35 – 45 Peso
Möhren 80 Peso
Kartoffeln 80 Peso
Annanas 30 je Stück
Äpfel 10-25 je Stück
Mandarinen 5 Peso je Stück
Weintrauben 550 Peso
Orangen meist schlechte Qualität
Mangos 55 Peso
Wassermelone 30 Peso
Bei der Gelegenheit möchte ich dann auch gleich noch auf die Qualität vom Essen eingehen die in meinen Augen deutlich höher liegt als in Deutschland. Ein Schnitzel wird hier zum Beispiel nur wenig kleiner in der Pfanne und hat auch meist vorher nicht diese immensen Ausmaße wie sie in den letzten Jahren in Deutschland erreicht haben. Das Obst hat schon mal Druckstellen ist aber dafür meist nicht gespritzt. Der Fisch ist frisch gefangen und hat Muskelfleisch nicht wie der gezüchtete in Europa. Einzig die Schweine bekommen hier jeden Abfall zum fressen. Trotzdem schmeckt das Fleisch immer noch besser. Meine private Meinung zum Essen ist das hier einfach gesünder ist und meist auch besser Schmeckt.


