Politik

Präsidenten und Bürgermeister Wahlen auf den Philippinen

von am 10 Mai. 2010, unter Politik

Heute am 10.5.2010 ist Wahltag in den Philippinen. Im Wahlmüden Europa ein Vorgang der die meisten Leute kaum noch vor den Fernseher lockt geschweige den ins Wahllokal. Aber wählen auf den Philippinen ist anders als in Europa. Ganz anders! Es fängt schon mit den Vorbereitungen der Wahlen an. Prominente Bürger die zum Bürgermeister gewählt werden wollen werden mit ihrem Konterfei auf Plakaten an so ziemlich jeden Platz wo man die Werbung anbringen kann beworben. Sogar auf Hunden habe ich dieses Jahr großflächige Aufkleber von Kandidaten gesehen. Was wohl der Tierschutz in Deutschland zu solchen Wahlmethoden sagen würde…
Einer der größten Unterscheide bei den Wahlen ist aber das sich eigentlich die ganze Bevölkerung darauf freut was ja nun nicht gerade total üblich ist. Das liegt aber nun nicht wirklich daran das alle Philippinos es toll finden wählen zu gehen oder das sie sich wirklich für Politik begeistern. Nein es liegt an dem Wahlkampf selber der grundsätzlich versucht wird zu kaufen. Schon wochenlang vorher reisen die Kandidaten von Barangay zu Barangay und versprechen dort was sie oftmals nicht halten können. Aber sie geben noch mehr. Meist geben alle Wahl Kandidaten einer Stadt auch Wahlgeschenke in Form von Bargeld was je nach Betuchtheit der Kandidaten teilweise auch hohe Summen erreichen kann. Mir sind in diesem Jahr 2010 Summen von 250 Peso bis zu 5300 Peso bekannt die gerade den armen Familien sehr weiter helfen. Das sich hier die Wähler auf eine Wahl freuen kann man sich vorstellen. Dementsprechend hoch dürfte auch die Wahlbeteiligung in den Philippinen allgemein sein. Das man seine Stimme verkauft stört dabei keinen Philippino oder Philippina.
Die einzigen die wohl keine Gelder geben sind die Kandidaten der Präsidentschaftswahl die dafür die ganzen Philippinen mit ihren Konterfeis geschmückt haben. Ich denke es wird Monate dauern bis der ganze Werbemüll wieder von der Strassen verschwunden ist. Dazu auch hier große Versprechungen das nach den Wahlen alles besser wird und die Armut endlich ein Ende haben wird. ( Ein Vorsatz an dem schon viele in den Philippinen gescheitert sind) Wer heute gewinnt die Ökonomin Gloria Macapagal Arroyo die mit Bill Clinton zusammen an der Georgetown University in Washington studiert hat oder ihr Herausforderer Fernando Poe Jr. ein Filmdarsteller der in der Bevölkerung einen hohen Bekanntheitsgrad hat aber dafür keinerlei Bildung die ihn auch nur ansatzweise zu so einem Präsidenten Amt befähigt. Aber Bekanntheit ist teilweise mehr wert als eine gute Schule und so hoffen auch heute am Wahltag wieder Millionen von Philippinos das alles besser wird

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